Heidenheims Trainer Frank Schmidt fordert vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern am Freitag (18.30 Uhr) maximale Präsenz und eine schlagkräftige Defensive. Der Tabellendritte der 2. Bundesliga trifft auf einen direkten Verfolger, wobei die Personallage nach der Länderspielpause im Fokus steht.

Alessandro Vogt ist rechtzeitig von seinem Nationaleinsatz zurückgekehrt und steht zur Verfügung. Die Situation um Marcel Costly ist dagegen noch unklar, eine Entscheidung über seinen Einsatz fällt kurzfristig. Definitiv fehlen werden Sirlord Conteh, der ein Trainingsdefizit aufweist, und Maximilian Breunig aufgrund eines Muskelfaserrisses. Drei Spieler, darunter Stürmer Budu Zivzivadze, waren bei ihren Nationalmannschaften im Einsatz und kehrten mit unterschiedlichem Ermüdungsgrad zurück. In der Pause absolvierte die Mannschaft Testspiele gegen den VfB Stuttgart und die Würzburger Kickers.

Schmidts taktische Botschaft

"Aggressivität und Zweikampfverhalten nach Ballverlust" seien laut Frank Schmidt die Schlüssel zum Erfolg gegen Kaiserslautern. Der Heidenheimer Chefcoach warnt vor der Schnelligkeit der Lauterer in der Abwehr und ihren gefährlichen schnellen Umschaltmomenten. "Die will er haben, die wollen wir haben", sagte Schmidt mit Blick auf die drei Punkte. Er hält den Gegner für eine der besten Mannschaften der Liga, die am Saisonende ganz oben stehen könne. Das Training konzentrierte sich daher stark auf das Verhalten nach Ballverlust und die eigenen Laufwege. In den letzten fünf Spielen hat Heidenheim in den entscheidenden Phasen nach Ballgewinn bereits 56 Minuten in Führung gespielt, ein Wert, den es gegen den defensiv starken Gast auszubauen gilt.

Historisches Duell der Trainer

Das Spiel erhält eine persönliche Note durch die gemeinsame Vergangenheit der beiden Trainer. Frank Schmidt und sein Lauterer Pendant Torsten Lieberknecht spielten gemeinsam in der U15-Nationalmannschaft und bei der U20-Weltmeisterschaft in Australien. Sportlich treffen zwei Teams in guter Verfassung aufeinander: Heidenheim holte vor der Pause zehn von zwölf möglichen Punkten und steht mit 13 Punkten auf Rang drei. Die aktuelle Form der letzten fünf Spiele zeigt drei Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage (WLDWW). Kaiserslautern rangiert als Fünfter nur knapp dahinter und hat bisher nur vier Gegentore kassiert. Das nächste Spiel nach diesem wichtigen Heimspiel führt Heidenheim am 5. Oktober zum 1. FC Nürnberg.

Das Spiel am Freitagabend in der Voith-Arena wird live im Sportschau-Livecenter übertragen. Für Heidenheim bietet sich die Chance, die starke Heimbilanz von zehn Toren in den letzten drei Heimpartien fortzusetzen und die Position im Aufstiegsrennen zu festigen.

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