Der 1. FC Heidenheim hat am Samstag beim VfL Wolfsburg mit 1:3 (1:2) verloren und damit die Chance auf einen Sprung in die Spitzengruppe der 2. Bundesliga vertan. Nach einem Schockstart, bei dem Alexander Bernhardsson nach nur 34 Sekunden das schnellste Saisontor der Liga erzielte, glich Patrick Mainka in der 21. Minute aus, doch spätere Treffer von Robert Glatzel und Muhammed Damar sicherten den Heimnern den Sieg.
Früher Schock und schnelle Antwort
Die Partie begann für Heidenheim denkbar schlecht. Nach einem langen Pass von Vinicius de Souza Costa setzte sich Bernhardsson durch und schoss aus kurzer Distanz ein. Es war das schnellste Tor der gesamten Spielzeit. Die Gäste ließen sich davon aber nicht unterkriegen und kamen durch eine Standardsituation zurück. Nach einem Eckball von Jan Schöppner köpfte Abwehrchef Mainka zum 1:1 ein. Der Vorlagengeber Schöppner ist mit drei Treffern aktuell bester Torschütze der Heidenheimer in dieser Saison.
Chancenverwertung entscheidet das Spiel
Trotz des Ausgleichs blieb das Spiel offen. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte nutzte Wolfsburg jedoch eine weitere Schwächephase der Heidenheimer Defensive. Joakim Mæhle flankte von rechts, und Robert Glatzel vollendete mit seinem fünften Saisontor zur Pausenführung. Nach der Pause suchte Heidenheim erneut das Gleichgewicht, schoss insgesamt 23-mal, traf aber nicht mehr. Stattdessen traf Muhammed Damar in der 65. Minute nach Vorarbeit von Fabian Reese zum 3:1. Die erwarteten Tore (xG) von 2,04 für Heidenheim standen am Ende nur einem tatsächlichen Treffer gegenüber.
Ausblick auf das Heimspiel
Die Niederlage bedeutet, dass Heidenheim mit 14 Punkten aus acht Spielen auf Rang fünf der Tabelle verharrt und nun acht Punkte hinter Tabellenführer Hertha BSC liegt. Die aktuelle Form der letzten fünf Spiele zeigt ein gemischtes Bild mit einem Sieg, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen. Nächste Aufgabe ist das Heimspiel am kommenden Samstag gegen den Achtplatzierten Energie Cottbus. Anpfiff in der Voith-Arena ist um 13:00 Uhr. Trainer Schmidt muss seine Mannschaft nun mental auf diese wichtige Partie einstellen, um den Anschluss an die Aufstiegsplätze nicht zu verlieren.
