Der 1. FC Heidenheim 1846 hat am Wochenende in der 2. Bundesliga eine deutliche 1:4-Niederlage bei Hertha BSC im Berliner Olympiastadion kassiert. Die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt konnte ihre statistische Überlegenheit nicht in Tore ummünzen und rutscht in der Tabelle zurück.
Die Partie wurde live begleitet. Hertha ging früh in Führung und baute seinen Vorteil im Laufe der zweiten Halbzeit aus. Heidenheims einziger Treffer kam zu spät, um noch ernsthaft Druck aufzubauen. Mit dieser Niederlage verpasste Heidenheim die Chance, an die Tabellenspitze heranzukommen und liegt nun drei Punkte hinter dem führenden Hertha BSC.
Die Zahlen des Spiels lesen sich paradox. Heidenheim dominierte den Ball mit 51 Prozent Besitz und erzielte 17 Schüsse, davon acht auf das Tor. Hertha BSC kam dagegen nur auf acht Versuche und traf nur zweimal das Tor. Die Effizienz der Berliner war jedoch entscheidend. Heidenheims Torhüter Frank Feller musste nur einen Ball halten, während sein Pendant Marius Gersbeck auf der anderen Seite vier Paraden leistete. Auch bei den Eckbällen war Heidenheim mit 5:3 vorn. Bemerkenswert ist, dass beide Teams insgesamt kein einziges Foul begingen.
Frank Schmidt setzte auf eine Viererkette mit Oualid Mhamdi, Patrick Mainka, Tim Siersleben und Jonas Fohrenbach. Marcel Costly komplettierte die defensive Reihe. Im Mittelfeld agierten Jan Schoppner und Adrian Beck. Im Angriff waren die Stürmer Marvin Pieringer, Budu Zivzivadze und Mathias Honsak aktiv. Trotz dieser Besetzung gelang es der Offensive nicht, die Chancen konsequent zu nutzen. Die aktuelle Mannschaftsliste zeigt, dass die Mannschaft weiterhin auf die verletzten Christian Conteh und Sirlord Conteh verzichten muss.
Die Pleite in Berlin hat direkte Konsequenzen für die Platzierung. Heidenheim fiel mit nun 9 Punkten aus vier Spielen auf den dritten Rang zurück. Die Bilanz lautet 3 Siege, 0 Unentschieden und 1 Niederlage, die aktuelle Form wird mit WWLW angegeben. In der Saison traf das Team bisher elfmal, kassierte aber auch zehn Gegentore, was eine Tordifferenz von +1 ergibt. Der Blick auf die aktuellen Tabellen bestätigt den engen Kampf an der Spitze.
Nächste Woche hat der Verein die Chance, den Rückschlag schnell zu vergessen. Am 13. September 2026 empfängt Heidenheim im eigenen Stadion den Tabellensechzehnten Holstein Kiel. Dieses Heimspiel ist eine klare Gelegenheit, wieder in die Erfolgsspur zu finden und die drei Punkte aus dem Vorsprung zu holen. Alle anstehenden Termine sind auf unserer Spielplan-Seite zu finden. Ein Sieg wäre wichtig, um den Anschluss an die Spitzenteams nicht zu verlieren.
