Heidenheim erlitt am Dienstag eine bittere 1:4-Niederlage gegen Hertha BSC, wobei Trainer Frank Schmidt sofort klare Worte fand: Die Defensive muss sich grundlegend ändern, sonst droht ein weiteres Desaster gegen den FC Bayern München. Der 52-jährige Kultcoach ließ keinen Zweifel daran, dass die Mannschaft in der ersten Halbzeit 'desolat' spielte und sich in Grund und Boden schämen müsse.
Was passierte in Berlin?
In der Olympiastadion-Arena zeigte Heidenheim eine schwache Leistung, die zu sieben Gegentoren in nur zwei Ligaspielen führte. Nach einem knappen 4:3-Sieg gegen Osnabrück folgte das 1:4 (0:3) gegen Hertha, das die Defensivstatistik auf ein 'unfassbar schlechtes' Niveau brachte. Schmidt kritisierte die mangelnde Konzentration seiner erfahrenen Spieler und betonte, dass das Team das Spiel nicht kontrollieren könne.
Warum ist das wichtig für Heidenheim?
Die Niederlage wirft ein grelles Licht auf die aktuelle Situation: Heidenheim steht in der Bundesliga-Tabelle auf dem 17. Platz mit 26 Punkten, 6 Siegen, 8 Unentschieden und 20 Niederlagen, während die Mannschaft 41 Tore erzielt und 72 kassiert hat (-31 Tordifferenz). Das Team liegt 63 Punkte hinter dem Tabellenführer Bayern München. Ein weiteres Desaster könnte die Gefahr eines weiteren Abstiegs verstärken, gerade weil die Mannschaft zuletzt 0:2 gegen Mainz 05 verlor (2026-05-16).
Wie reagiert Schmidt?
Schmidt nahm die Verantwortung selbst in die Hand und erklärte, dass das Team sein Spiegelbild sei. Er kritisierte seine eigenen Wechselentscheidungen, insbesondere die überraschende Auswechslung von Kapitän Patrick Mainka zur Halbzeit, die er mit einer 50:50-Chance auf eine Gelbe Karte begründete. Der Trainer betonte, dass er die Vorbereitung auf das hohe Pressing und die Verfügbarkeit der Spieler intensiv diskutiert habe, aber das Ergebnis nicht liege.
Was kommt als Nächstes?
Vier Tage nach der Niederlage reisen die Bayern nach Heidenheim, um ein Testspiel vor dem Supercup gegen Borussia Dortmund zu bestreiten. Das Spiel bietet eine Chance, die Defensive zu prüfen und mögliche Schwächen zu beheben. Gleichzeitig muss Heidenheim die aktuelle Form (LLWW, zuletzt zwei Niederlagen) verbessern, um den Abstieg zu vermeiden. Derzeit fehlen Christian Conteh und Sirlord Conteh wegen Verletzungen, was die Situation zusätzlich erschwert.
Fazit und Ausblick
Schmidt fordert sofortige Maßnahmen, um die Defensive zu stabilisieren, bevor das Testspiel gegen Bayern ansteht. Die Mannschaft muss lernen, das Pressing zu halten und die Räume zu schließen, sonst droht ein weiterer Rückschlag. Die nächsten Wochen entscheiden, ob Heidenheim den Abstieg abwenden kann.
