Heidenheim hat nach elf Jahren und 330 Einsätzen ihren langjährigen Torhüter Kevin Müller endgültig verloren – der 35‑Jährige wechselt fest zum FC Schalke 04, nachdem er die Rückrunde auf Leihbasis dort verbracht hatte. Der Klub kassiert eine Ablöse im niedrigen sechsstelligen Bereich, wovon ein mittlerer fünfstelliger Betrag sofort fällig ist.

Was geschah mit Kevin Müller?

Müller stand von 2015 bis 2026 beim 1. FC Heidenheim unter Vertrag, nachdem er von der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart kam. Er absolvierte 67 Bundesliga‑Spiele und fünf Partien in der Europa Conference League. In der vergangenen Saison verlor er seinen Platz als Nummer eins an den Leihspieler des BVB, Diant Ramaj, weshalb er im Januar nach Schalke wechselte. Dort spielte er viermal, als Loris Karius ausfiel.

Warum ist der Wechsel für Heidenheim wichtig?

Der Vorstandsvorsitzende Holger Sanwald nannte Müller einen, der den erfolgreichen Weg des Vereins über ein Jahrzehnt hinweg entscheidend geprägt hat. Neben seiner sportlichen Leistung war er ein Führungsspieler, der die Mannschaft auch außerhalb des Platzes prägte. Die Ablöse ist eine wichtige Einnahme, besonders angesichts der aktuellen Liga‑Position: Heidenheim steht mit 26 Punkten (6 W‑8 D‑20 L) auf Platz 17, hat 72 Gegentore zugelassen und liegt 63 Punkte hinter Tabellenführer Bayern München.

Was kommt jetzt für Heidenheim?

Mit Müller verliert der Klub einen Routinier, der seit der Zweitligazeit zum Gesicht des Vereins wurde. Die Torwartposition bleibt vorerst unklar – Ramaj ist zurück, aber die Konkurrenz um den Platz zwischen den Pfosten wird intensiver. Schalke hat Müller als Zweite hinter Karius verpflichtet, nachdem er bereits in der Aufstiegssaison überzeugt hat. Sein Vertrag läuft bis 2027.

Wie reagierte Heidenheim auf den Abschied?

Der Verein verabschiedete Müller mit einer offiziellen Mitteilung: „Eine Ära geht zu Ende.“ Sie dankten ihm von ganzem Herzen für seinen Einsatz und wünschten ihm und seiner Familie alles Gute. Müller selbst sagte, er freue sich darauf, wieder mit der Mannschaft zu trainieren – und seinen Beitrag für eine erfolgreiche Saison in der Bundesliga zu leisten.