Vor dem wichtigen 2. Bundesliga-Spiel gegen Dynamo Dresden sorgt eine Aussage von Gast-Sportdirektor Sören Gonther für Gesprächsstoff. Der 39-Jährige äußerte sich in einem Bericht von Bild Sport zum Wechsel von Innenverteidiger Thomas Keller vom 1. FC Heidenheim zu den Sachsen.

Der 1. FC Heidenheim, aktuell auf Platz 9 der 2. Bundesliga mit drei Punkten aus zwei Spielen, empfängt am 29. August den Tabellenelften. Die Mannschaft von Frank Schmidt hat in dieser Saison bereits fünf Tore erzielt, aber auch sieben kassiert. Damit liegt der FCH in der Tabelle drei Punkte hinter dem Spitzenreiter 1. FC Nürnberg.

Sören Gonther, der Sportdirektor von Dynamo Dresden, nahm in den Tagen vor dem Spiel direkt Bezug auf den Wechsel des Abwehrspielers. „Das stimmt. Also wenn ich Heidenheim gewesen wäre, hätte ich ihn behalten. Aber das ist nicht meine Befugnis“, sagte Gonther wörtlich. Der 27-jährige Thomas Keller wechselte vor dieser Saison von Heidenheim nach Dresden, nachdem er vier Jahre für den FCH gespielt hatte. In dieser Zeit kam der Innenverteidiger auf 22 Einsätze und erzielte ein Tor. Laut dem Bericht war das Vertrauensverhältnis zwischen Keller und Heidenheims langjährigem Trainer Frank Schmidt nicht so stark ausgeprägt wie nun in Dresden.

Die ersten Wochen der Saison verliefen für den Bundesliga-Absteiger holprig. In den ersten drei Pflichtspielen kassierte die Defensive von Trainer Frank Schmidt zwölf Gegentore. Dazu gehörte eine 1:4-Niederlage bei Hertha BSC in der Liga und eine überraschende 2:5-Pleite beim Regionalligisten Jeddeloh im DFB-Pokal. Diese Zahlen unterstreichen die aktuelle Unsicherheit in der Abwehr, eine Lücke, die der Weggang von Thomas Keller hinterlassen haben könnte. Die Mannschaft muss nun vor heimischer Kulisse gegen Dresden reagieren. Die komplette Terminplanung findet sich auf unserer fixtures Seite.

Dynamo Dresden reist mit einem klaren Plan nach Heidenheim. Trainer Thomas Stamm, der 43-jährige Schweizer, analysierte den Gegner genau. Er bezeichnete Heidenheim als Vorbild für langfristige Zusammenarbeit, beschrieb deren Abwehr aber auch als normalerweise sehr mannorientiert und „widerlich“. Stamm warnte zudem vor der Offensivstärke des FCH bei Standardsituationen. Sportdirektor Gonther erwartet, dass Heidenheim nach dem Abstieg in einer Umbruchphase steckt und „mit dem Messer zwischen den Zähnen“ auflaufen wird. Die aktuelle Tabellensituation kann jederzeit auf unserer standings Seite verfolgt werden.

Für Heidenheim-Trainer Frank Schmidt steht die defensive Grundarbeit im Vordergrund. Der 52-jährige Club-Ikone weiß, dass seine Mannschaft eine Reaktion zeigen muss. „Ohrfeigen zu geben, wäre wohl schlecht im Spiel“, brachte Schmidt die Notwendigkeit von Konzentration und Härte auf den Punkt. Das Spiel bietet die Chance, die negative Torbilanz von 5:7 zu verbessern und den Anschluss an die Spitzengruppe zu halten. Die individuelle Leistungsdaten der Spieler sind auf unserer stats Seite einsehbar. Ein Sieg könnte Heidenheim im Mittelfeld der 2. Bundesliga deutlich nach vorne bringen und die schwierige Anfangsphase der Saison vergessen machen.