Jonas Föhrenbach hat dem 1. FC Heidenheim mit einem späten Kopfballtor den dritten Sieg in Folge in der 2. Bundesliga beschert. Der Abwehrspieler traf in der 84. Minute zum 1:0-Heimsieg gegen Holstein Kiel am Sonntag und katapultierte seine Mannschaft damit auf den dritten Tabellenplatz.
Die erste Hälfte im Voith-Arena war von taktischer Disziplin beider Teams geprägt und blieb torlos. Nach der Pause erhöhte Heidenheim, das auf den erkrankten Stürmer Budu Zivzivadze verzichten musste, das Tempo deutlich. Besonders der eingewechselte Christian Conteh brachte Schwung in die Offensive und bereitete mehrere Chancen vor. Der Durchbruch gelang aber erst nach einem Eckball, den Föhrenbach vollendete. Der Sieg war die logische Konsequenz der überlegenen zweiten Halbzeit der Heidenheimer, die nach der Pause das Spiel klar bestimmten und den Gastgeber aus Kiel kaum zu Entlastungsstößen kommen ließen.
Schmidt lobt Reaktion der Mannschaft
Trainer Frank Schmidt zeigte sich zufrieden mit der Entwicklung seiner Mannschaft, die nach einem schwierigen Saisonstart mit 15 Gegentoren in den ersten vier Pflichtspielen nun eine starke Serie vorweisen kann. „Wir haben nicht den Kopf verloren und sind drangeblieben“, sagte der 52-Jährige. Er attestierte seinem Team in der zweiten Halbzeit „schönen Offensiv-Fußball“, der zu vielen Möglichkeiten führte und den Sieg verdient machte. Schmidt betonte die gute Einstellung und die wachsende Stabilität in der Defensive, die nun auch in den letzten beiden Spielen ohne Gegentor geblieben ist.
Torschütze Föhrenbach freute sich über seinen seltenen Treffer. „Meine Quote vor dem gegnerischen Tor ist ja ausbaufähig“, scherzte der Verteidiger. „Das wird den ein oder anderen Spruch geben.“ Für Heidenheim war es der zweite Sieg in Folge ohne Gegentor, nach dem 1:0 beim letzten Spieltag in Fürth. Kapitän Patrick Mainka und seine defensive Reihe standen erneut sicher und ließen den Kieler Angreifern kaum Raum.
Nächste Aufgabe in Paderborn
Mit nun zwölf Punkten aus fünf Spielen hat sich die Lage für den Bundesliga-Absteiger deutlich aufgehellt. Schmidt mahnte jedoch zur Bodenständigkeit. „Alles braucht seine Zeit. Man kann sich nicht irgendwo ein Rezept holen, sondern muss an Verbesserungen arbeiten“, betonte der Coach. Die nächste Möglichkeit dazu bietet sich am kommenden Samstag beim Auswärtsspiel beim SC Paderborn. Gegen die Ostwestfalen will Heidenheim die positive Serie fortsetzen. Den aktuellen Spielplan und die Tabelle finden Sie auf unseren Seiten Spielplan und Tabelle.
Die erneute Null im eigenen Tor und die wachsende Sicherheit in der Abwehr sind positive Signale für die anstehenden Aufgaben. Die Mannschaft reist mit gestärktem Selbstvertrauen nach Nordrhein-Westfalen, um die erfolgreiche Serie fortzusetzen. Bei Holstein Kiel hingegen bleibt die Enttäuschung über die erste Niederlage nach drei sieglosen Spielen zu Beginn der Saison groß.
